38. DMV Münsterlandpokal

44. Adenauer ADAC Simpfy Trophy

Der 38. DMV Münsterlandpokal am 26.10.2013 auf dem Nürburgring-…und es gibt Ihn doch, den Renngott!

Aber hier wieder der Reihe nach:

Am Mittwochabend vor dem letzten VLN Lauf haben wir den Renner wieder fertig bekommen. Die Falten im Blech nach den 2 Einschläge vom letzten Rennen gehörten dank Oliver Cavaiani (Karosseriebau Siegmann in Sachsenhagen) der Vergangenheit an. Ebenfalls möchte ich der Firma ATS danken, die uns schnell wieder zu neuen Felgen verholfen haben, obwohl diese eine Sondermaß haben, und so nicht einfach zu bekommen sind.

Donnerstag zum Ring, aufbauen. Freitagvormittag zur Papier Abnahme und Nachmittags zur technischen Abnahme. So weit, so gut. Das wir das Rennen nur zu zweit fahren würden, war schon klar. Christian Tiemann war aus persönlichen Gründen verhindert. Aber als ich die Nachricht erhielt, das Volker personelle Probleme in seiner Backstube hat und nicht zum freien Training erscheinen wird war für mich eine besondere Nachricht. Unser Hauptsponsor Electrolux hatte sich mit mehreren Taxigästen angemeldet und ich bin auf der Nordschleife noch nie 2 Stunden am Stück gefahren. Aber der Mensch wächst mit seinen Aufgaben.

Alles hat funktioniert und das Auto lief bei trockenem und mildem Herbstwetter ohne Probleme.
Am Samstagmorgen sah das schon ganz anders aus. Regen!! Für mich das erste Mal mit unserem neuen Auto. Passt das Fahrwerk, was ist mit den Reifen, arbeitet die Elektronik, Fragen über Fragen. Aber auch hier lief alles perfekt.
Vor dem Start zum Rennen kam noch kurz Hektik auf. Wir mussten noch schnell die Bremsbeläge wechseln, diese passten aber nicht ohne Probleme und mussten von der Crew erst umgearbeitet werden. Wir kamen aber noch 30 Sekunden vor dem Schließen der Boxengasse in die Startaufstellung. In der ersten Startgruppe auf Position 42. So weit vorn standen wir auch noch nie. Es hatte zwar aufgehört zu regnen aber die Piste war noch nass. Während der Einführungsrunde konnte ich schon an die Box funken, das sich die Mannschaft auf einen baldigen Reifenwechsel vorbereiten soll. Der hintere Bereich der Strecke um die „Hohe Acht“ war schon trocken. Beim Start konnte ich einige Plätze gut machen. Nach 4 Runden haben wir die Regenräder gegen Slicks getauscht.

Auch haben wir gleich einen Fahrerwechsel durchgeführt. Volker musste das Auto mit viel Gefühl um die Strecke tragen, denn nur die Ideallinie war trocken. Also bitte keinen Fehler machen. Alles lief wie am Schnürchen. Nach 8 Runden war ich wieder dran. Die Strecke war jetzt komplett Trocken. Durch die vielen Unfälle in der ersten Rennhälfte war die Strecke aber sehr dreckig und nicht gerade einfach zu fahren. Rund um den Ring wurden die gelb-roten Flaggen gezeigt. Das Auto lief aber ohne Probleme und es hat mir diesmal richtig Spaß gemacht den Renner „auszuquetschen“. Der Stint von 8 Runden ging viel zu schnell vorbei.

Zum Schluss mussten wir noch schnell 50 Liter tanken und Volker hat dann die letzten 40 Minuten übernommen. Er hat das Auto auf P 53 ins Ziel gebracht.

Es ist uns ein großer Stein vom Herzen gefallen, das Auto hat gehalten, wir konnten das Ergebnis vom vorletzten Lauf bestätigen und alle Probleme und Sorgen vom Anfang der Saison waren vergessen. Uns standen die Tränen in den Augen, als wir uns nach dem Rennen mit dem Team zusammen gefeiert haben. Das meinte ich mit „Renngott“
Auch hier möchte ich noch einmal das Wort an das gesamte Team und meine Familie richten. Ich danke Euch für die vergangene Saison, für Euren Einsatz, Eure Zeit und Eure Unterstützung, ohne die dieses Projekt nicht funktionieren würde. Ebenfalls gilt mein Dank den Sponsoren, denn auch ohne deren Engagement könnten wir nicht an den Start gehen. Danke!!!!

Am kommenden Sonntag werden wir die Saison in Oschersleben ausklingen lassen. Hier möchte ich unseren Mechanikern die Möglichkeit geben einmal den Renner zu bewegen und selbst zu „erfahren“ was mich an diesem Sport so fasziniert.

Ich hoffe wir sehen uns nächstes Jahr wieder am Ring !!